Selbermachkosmetik: Wissen, was drin ist .

Veröffentlicht auf von laavidaahaamburg

Selbst gemachte Kosmetik hat einen Vorteil: Die Kosmetikköchin kennt die Zutaten ihrer Cremes und Lotionen. 

 

,,Jahrelang habe ich teure Kosmetik gekauft. Bis eines Tages der Hautarzt feststellte, dass ich verschiedene Inhaltsstoffe nicht vertrage. Da habe ich angefangen, meine Kosmetik selber zu machen" ,erzählt Wanda L. Seit zehn Jahren rührt sie Cremes, Shampoos, Lotionen und Gele selbst zusammen. Und das Selkbermixen macht ihr spaß. Schon der allein reicht vielen, um zu Hause mit Fetten, Wässerchen und dieversen anderen zutaten zu experimentieren. Am Anfang steht oft eine Unverträglichkeit von Inhaltsstoffen. Das müssen nicht chemisch-synthetische Substanzen sein. Im Gegenteil: Dermatologen schätzen das allergene Potenzial von natürlichen Stoffen oft sehr hoch ein . Lanolin beispielsweise steckt in vielen gekauften Cremes, in selbst gemachter Kosmetik kann man es leicht durch andere Fette ersetzen. Zwar tragen mittlerweile alle Kosmetikprodukte eine Liste der Inhaltsstoffe. Trotzdem: Sebermachen beruhigt. ,,Ich weiß, welche Zutaten ich verwendet habe", sagt Wanda L. Selbst wenn die nicht immer ganz natürlich sind. Auch in der häuslichen Kosmetikküche hat die Chemie längst Einzug gehalten. Denn die chmische Bearbeitung macht Naturstioffe besser verträglich und meist auch leichter zu verarbeiten. Zutaten gibt's beispielsweise bei The Body Shop, außerdem- oft teurer- in Apotheken und Reformhäusern oder bei spezialisierten Versandhäusern. 

 

Zubehör
Wanda L. bedauert, dass manches zubehör, wie beispielsweise eine leere Tube zum Abfüllen, schwer zu bekommen ist. Trotzdem bleibt sie dabei, denn die Kosmetikherstellung in Eigenregie hat noch einen Vorteil: ,,Es ist zwar nicht ganz billig, aber doch preiswert als vieles, was es fertig zu kaufen gibt." Dann her mit den Rezepten und losgelegt? So einfach ist das nicht. Am Anfang ist das heimische Labor auszustatten:

•Ein Dreiersatz feuerfester Bechergläser mit Milliterskala. Darin können die größeren Mengen der Bestandteile abgemessen werden. Auch eine Waage mit Feinskala ist für Minimengen sinnvoll.

•Ein Metall- oder Glasstab oder ein elektrischer Handrührer zum Rühren.

•Ein Thermometer bis zu rund 100 Grad Celsius gehört auch dazu.

•Zum Abfüllen reichen in der Regel einfache Schraubgläser oder leere Behälter  gekaufter Kosmetika, wenn man sie vorher gründlich mit Alkohol und in kochendem Wasser gereinigt hat. 

•Zum Entnehmen der Cremes empfiehlt sich ein Spatel, damit keiner Keime per Fingerkontackt hineinkommen.

 

Natürlich kann Kosmetik so nicht keinfrei hergestellt werden. Selbst wenn man Hände, Arbeitsgeräte und -flächen gründlich gereinigt hat, ist die Bakteriengefahr nicht gebannt, nur minimiert. Der Ausweg: Das Selbstgebraute in kleinen Portionen schnell verbrauchen  und die Vorräte tiefgekühlt lagern. Dann haben Bakterien wenig Chancen, sich zu vermehren. Jean Pütz tröstet die Hobbykosmetiker damit, dass auf der Haut ohnehin massenweise Bakterien siedeln (,,Natürliche Kosmetik sekbst gemacht") 

Wenn alles blitzeblank bereitsteht, kann's losgehen. Zum Beispiel mit einem einfachen Rezept für ein Gesichtswasser, das sich ohne große Anschaffungen gut zum Ausprobieren eignet, je 50 Gramm Rosen- und Orangenblütenwasser, 25 Gramm Hamameliswasser und 10 Tropfen Benzoetinktur. Man mixt die drei W#sser, tröpfelt unter kräftigem Rühren die konservierende Benzoetinktur  hinein und füllt das alles am beten im Pumpspender ab. Die Zutaten kosten rund 6 bis 10 €. Das Rosenwasser stammt aus dem Labor- natürliches wäre sehr viel teurer. 

 

Rezept Natur pur 
Wer auf Natur pur pocht, dem bleibt fast nur der Griff zu Honig und Gurke, Öl und Milch. So lässt sich zum Beispiel ein Badezusatz zaubern.- Statt Stutenmilch wie bei Kleopatra tut es auch 1 Liter Buttermilch, dazu 3 Esslöffel Olivenöl. Nach dem Bad muss man allerdings die Wanne von Fetträndern befreien. Komplizierter wird's bei Cremes: Meist müssen die wässrigen und die Fettbestandteile getrennt erhitzt und dann kalt gerührt werden. 
Wer die Cremeherstellung ausprobieren möchte: Kurse gibt es beispielweise bei Volkshochschulen.  

 

 

Picnik-Collage

 

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