Sonnenstudios: Fragen zu einem heißen Thema .

Veröffentlicht auf von laavidaahaamburg

Was ist ein gutes Studio? Sind die Strahlen harmlos? Wem ist von der Kunstsonne anzuraten? Es wurden Strahlenexperten und Hautärzte gefragt.

 

Wer nach dem Sommerferienseine Bräune konservieren oder sich für den nächsten Urlaub vorbräunen will, der soll ins Solarium gehen- das wünschen sich jedenfalls die Betreiber von Sonnenstudios. Die Frage hautbewusster Sonnenfreunde bleiben dort aber oft unbeantwortet. Ich sage euch, worauf es beim Genuss der Kunstsonne ankommt: damit eure Haut nicht zu Markte tragen.

 

Woran erkennt man ein gutes Sonnenstudio?
Wichtige Anhaltspunkte für die Qualität eines Studios bieten Sauberkeit und Hygiene- soweit erkennbar- und besonders natürlich die Art und Weise, in der das Studiopersonal die Kunden berät und betreut. Wer die Bräunungswilligen nur abkassiert und zur Sonnenbank führt, ohne sich um den Hauttyp zu kümmern oder Fragen nach Krankheiten oder verwendeten Medikamenten zu stellen, der disqualifizert sich selbst. Je genauer die Beratung- speziell beim ersten Besuch-, desto besser.

Die Angestellten eines Sonnenstudios sollten nicht nur Fragen zur hauttypgerechten Sonnenbank und der Bestrahlungszeit beantworten können. Ihr solltet kompetente Gespächspartner für alle Fragen zur Kunstsonne sein. Genauso muss man darauf vertrauen können, dass sie die Geräte zwischen den einzelnen Benutzungen gründlich desinfizieren und regelmäßig warten lassen. So müssen neue Strahler vor der ersten Benutzung ,,eingebrannt" werden, sonst kann es zu schmerzhaften Hautreaktionen kommen. Ebenso wichtig ist, alte Strahler, die in ihrer Leistung nachgelassen haben, rechtzeitig auszuwechseln; sonst kann man ewig auf die Bräune warten- und zahlt für nichts.
Im Vorraum des Studios und möglichst auch in den einzelnen Kabinen sollten- gut sichtbar- die Empfehlungen der Strahlenschutzkommission für Solarienbenutzer aushängen. Die Gesundheitsschützer der Kommsion wünschen sich darüber hinaus schon seit Jahren, dass auf den Geräten- als Risikobewertung- die Anfangs- und Höchstbestrahlungsdauer für die verschiedenen Hauttypen deutlich lesbar angebracht sein soll.  Bis jetzt ist das in den meisten Studios allerdings Fehlanzeige.
Selbstverständlich sollte ohne besondere Nachfrage eine geeignete Schutzbrille angeboten werden.
Besonders so genannte Münzstudios zuur Selbstbedienung sind mit Skepsis zu brtrachten. Hier fehlen im Allgemeinen die notwendige Beratung und der Ansprechpartner im Notfall. Und die Reinigung der Sonnenbänke bleibt meist den Benutzern selbst überlassen.

 

Wer kontrolliert eigentlich die Sonnenstudios?
Jeder kann ein Sonnenstudio eröffnen, besondere Voraussetzungen sind nicht zu erfüllen- mehr als einen Gewerbeschein braucht man dafür nicht. Studiobetreiber, die ihren Beruf verantwortungsvoll ausüben, lassen ihre Geräte in regelmäßigen Abständen überprüfen und werden sich und ihr Personal im Umgang mit der Kunstsonne schulen lassen. Das geschieht allerdings auf freiwilliger Basis, versplichtet dazu sind sie nicht. Denn es gibt nach wie vor keine gesetzliche Grundlage, die es ermöglichen würde, Studios und Bestrahlungseinrichtungen regelmäßig zu überprüfen. Die Gesundheitsämter reagieren nur auf konkrete Anlässe, also erst dann, wenn sich Kunden beschweren, zum beispiel über mangelnde Hygiene oder Verbrennungen nach dem ,,Sonnenbad".

Schon seit Jahren wenden sich das Bundesamt für Strahlenschutz und die Strahlenschutzkommission mit Empfehlungen an die Studiobetreiber und ihre Kunden, um ihnen die Notwendigkeit gewissen Schutzvorkehrungen näher zu bringen. Doch auch diese Empfehlungen haben keinen bindenden Charakter und konnten sich in der Branche bis jetzt nicht vollständig durchsetzen.

 

Sind die Strahlen im Solarium harmloser als natürliche Sonnenstrahlen?
Das wird in der Sonnenstudiobranche gern behauptet. Der Hintergrund: Wer sich dem natürlichen Sonnenlicht zu lange aussetzt, riskiert bekanntlich einen Sonnenbrand, dessen Spätfolgen Hautveränderungen bis hin zum Hautkrebs sein können. Verursacher des Sonnenbrands sind die im natürlichen Sonnenlicht enthaltenen mittelwelligen Ultraviolett-B-Strahlen. Dieser agrgressive Strahlenanteil wird bei den Kunstsonnen heutzutage weitgehend ausgefiltert. Stattdessen setzt die Solarienhersteller verstärkt auf längerwellige UVA-Strahlen. Die sind zwar weniger aggressiv als UVB, bräunen aber auch nicht so stark. Für eine deutliche Bräunung muss deshalb UVA in hoher Dosierung eingesetzt werden. Und da beginnt die Tücken:

•Ein Zuviel dieser langwelligen Strahlen, die tiefer in die Haut eindringen als UVB, kann zu chronischen Hautschäden führen, zum Beispiel zu Bindegewebscchwäche und vorzeitiger Hautalterung.

•Hohe Intensitäten langwelliger UV-Strahlen verstärken das Risiko für Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen.

•Nach wie vor besteht der Verdacht, dass nicht nur die UVB-, sondern auch die UVA-Strahlen zu Hautkrebs führen können.

 

Ist maßvolles Bräunen im Solarium vorteilhaft für die Gesundheit?
Die UVA-Bräuner dienen allein dem kosmetischen Effekt der Bräunung. Gesundheitliche Vorteile darf man vor der Bestrahlung nicht erhoffen. Es gibt zwar Hinweise darauf, dass UVA-Strahlung kurzfristig das Immunsystem stärkt, wesentlich deutschlichere Anhaltspunkte sprechen jedoch dafür, dass massive, hohe Dosierungen von UV-Strahlung langfristig das Immunsystem schwächen.

Oft wird dfamit geworben, dass im SolArium die Vitamin-D-Bildung angekurbelt und damit der Rachitis vorgebeugt wird. Das ist jedoch in unseren Breiten heutzutage überflüssig  (die Vitamin-D-Bildung wird übrigens durch UVB-Strahlen angeregt): Wer sich alle paar Tage 20 Minuten an der frischen Lust aufhält und sich ausgewogen ernährt, ist vor Vitamin-D-Mangel geschützt.

 

Hilft die Sonnenbank bei Sepressionen?
Nein, bei saisonal bedingter Winterdepression gibt es Kunstlampen, mit speziellem Strahlenspektrum zur Stimmungsaufhellung, die jedoch oft nur beim Arzt zu finden sind.

 

Wem ist die Kunstsonne zu empfehlen?
Hautärzte sprechen von Behandlungserfolgen bei Patienten mit Schuppenflechte oder Neurodermitis. Hier muss allerdings der Arzt Art und Menge der Bestrahlung festlegen.

 

Kann man sich im Sonnenstudio vorbräunen, so dass man auf den Urlaub am Strand besser vorbereitet ist ?
Die durch UVA-Strahlen hervorgerufene Bräunung schützt nicht vor Sonnenbrand. Einen Schutz erreicht man nur dann, wenn sich gleichzeitig die Hornschicht der Hand verdickt, sich also die so genannte Lichtschwiele entwickelt. Und dazu braucht man einen gewissen Anteil an UVB-Strahlen. Darauf solltet ihr bei der Wahl eurer Sonnebank achten. Wer sich- vorgebräunt durch reine UVA-Strahlen- am Strand tummeln will, darf keinesfalls ein Lichtschutzmittel vergessen.

 

Helfen Besuche im Sonnenstudio vorbeugend gegen Sonnenallergie?
Hier sind die Erfahrungen so unterschiedlich wie die Ursachen der ,,Sonnenallergie". Manch einem Betroffenen hilft die Kunstsonne, bei anderen haben sich die Hautreaktionen sogar verschlimmert. Wer  es ausprobieren möchte, sollte in jedem Fall vorher den Arzt fragen.

In mancher Hautarztpraxis gibt es Sonnenbänke, die zum Teil auch zur Lichtgewöhnung eingesetzt werden.

 

Wer darf nicht ins Solarium?
Abzuraten ist sehr hellhäutigen Menschen, die auch auf natürliches Sonnenlicht extrem empfindlich reagieren. Ebenso sollten diejenigen verzichten, in deren Familiengeschichte jemand Hautkrebs hatte. Menschen mit Pigmentstörungen oder  vielen Muttermalen sollten zumindest vorher den Arzt fragen.

Auch bei Einnahme von bestimmten Medikamenten ist vom Solariumbesuch abzuraten: Zum Beispiel Antibiotika, Psychopharmaka oder Entwässerrungsmittel, aber auch Pflanzenheilmittel wie Johanniskraut erhöhen die UV-Empfindlichkeit der Haut und können zu krankhaften Hautreaktionen führen oder lichtbedingte Allergien auslösen. Auch Kinder gegehören nicht auf die Sonnenbank, da ihr Imunsystem nich nicht ausgereift ist.
Generell sollte man es mit dem Bräunen auch im Sonnenstudio nie übertreiben. Zwischen den einzelnen Bestrahlungen sind unbedingt Pausen einzulegen. Fachleute raten sowieso : Mehr als 50 Sonnenbäder im Jahr- Natur- und Kunstsonnen zusammengezählt- sollte man der Haut nicht zumuten.

 

Sind Lichtschutzmittel auch im Solarium hilfreich?
Sie sollten hier keinesfalls benutzt werden, da sie vorwiegend zum Schutz im UVB-Bereich entwickelt wurden. Außerdem können sie sich unter dem künstlich verschobenen Strahlenpektrum verändern, so dass es zu Hautreizungen kommen kann. Das gilt ebenso für alle anderen Kosmetika, auch für Parfüms. Es ist  sinnvoll, sie schon Stunden vor dem Solariumbesuch zu enternen.

 

Reicht es, die Augen zu schließen, oder muss man eine Schutzbrille tragen?
Um sich vor Augenentzündungen zu schützen, solltet ihr Sicherheitshalber immer eine Schutzbrille tragen. Ein Muss ist die Brille bei allen, die an der Linse operiert wurden. Jedes gute Studio wird ungefragt eine geeignete Brille anbieten.

 

TIPPS ..

Wer auf die Kunstbräune nicht verzichten will, sollte die Hinweise des Bundesgesundheitsamts, aktualisiert durch die Strahlenschutzkommission, beachtebn:

•Bei Hautkrankheiten vor Bestrahlung den Arzt fragen.

•Nicht bestrahlen bei krankhafter Hautreaktion nach Sonneneinwirkung.

•Geeignete Schutzbrille tragen.

•Alle Kosmetika möglichst mehrere Stunden vor der Bestrahlung sorgfälltig entfernen.

•Keine Lichtschutzmittel verwenden.

•Vorsicht bei UV-Bestrahlung nach Einnahme von Medikamenten, die die Lichtempfindlichkeit erhöhen können.

•Sonnenbäder in der Natursonne am gleichen Tag sollten unterbleiben.

•Wichtigste Regel bei jeder Bräunung, egal ob Kunst- oder Natursonne: Der Sonnenbrand sollte stets vermieden und die Anzahl der intensiven UV-Bestrahlungen pro Jahr sollte begrenzt werden. Hautärzte und das Bundesamt für Strahlenschutz empfehlen das Richtlinie, die jährliche Anzahl von Sonnenbädern auf höhstens 50 zu gerenzen, wobei Sonnenbäder und Besuche im Solarium zusammengezählt werden.

 

 

 


ES TUT MIR LEID DAS ICH GESTERN NICHT GEBLOGGT HABE, ABER MEINE FREUNDIN HATTE GEBURTSTAG ♥ WIR HABEN REINGEFEIERT ♥ DAFÜR KOMMT DIE TAGE IMMER 2 BEITRÄGE :) ...

 

 

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