Figurprobleme: Das Schlankheits- ABC

Veröffentlicht auf von laavidaahaamburg

Diät alleine tut es nicht. Für ein schlankere Dasein braucht ihr ein Rundumprogramm, zu dem auch mehr Bewegung gehört. Nur so könnt ihr dem Jo-Jo-Effekt ein Schnippchen schlagen. Ich gebe euch Tipps. 

 

Alkohol
regt den Appetit an. Und hat immerhin 7 Kalorien pro Gramm. Das Wichtigste aber: Der Stoffwechsel nimmt sich vorrangig des Alkohols an- und zwar zulasten des Fettes. Der Alkohol in einem glas Weißwein (0,2 Liter) oder in einem halben Liter Bier verhindert fürs Erste die verbrennung von immerhin 15 Gramm Fett. 

 

Bewegung
Sie ist die wichtigste Waffe gegen schwellende Polster. Auch wenn der zusätzliche Kalorienverbrauch auf den ersten Blick nicht umwerfend ist. Schließlich müsst ihr etwa eine Stunde Rad fahren, um die rund 200 Kilokalorien abzustrampeln, die ein Stück Obstkuchen oder eine kleine Portion Pommes frites beigesteuert haben. Wichtiger bei der Bewegung: Der Stoffwechsel wird aktiviert, die Muskelmasse vermehrt. Und mehr Muskeln verbrauchen auch in Ruhe mehr Kalorien. Außerdem ist Bewegung gut fürs Gemüt und senkt das Hungergefühl. Schon der Verzicht auf Fahrstuhl und Auto hilft.

 

Crash-Diäten
Lasst eure Finger davon, das dicke Ende ist gewiss. Schnelle Diäten senken nicht nur das Gewicht, sondern auch den Kalorienbedarf des Körpers. Anfangs sind sie zwar ganz erfolgreich, eben weil sie mit normalem Essen nichts zu tun haben. Das ist zugleich der Nachteil: Man lernt nicht, sich im Alltag anders zu ernähren- und schon geht's nach Diätende wieder aufwärts mit den Pfunden. Außerdem braucht der Körper auch bei geringerer Kalorienzufuhr die ganze Platte lebensnotwendiger Nährstoffe und nicht nur die aus Reis oder Ananas.

 

Diät
Macht wirklich dick- dsa sagen recht deprimierende Langzeiterfahrungen. Denn wer nach dem Motto ,,Jetzt kann ich wieder" zulangt wie vor dem Abspecken, hat seine Pfunde schnell wieder drauf. Schließlich braucht der Körper mit verminderter Körper- und Muskelmasse weniger Kalorien als zu seinen dickeren Zeiten. Der einzige Ausweg: eine Diät nur als Einstieg begreifen, ann langfristig mit fettarmen Speiseplänen leben- und sich natürlich mehr bewegen. 

 

Fett
Es macht fetter als andere Nährstoffe. Zum einen, weil 1 Gramm Fett etwa 9 Kilokalorien hat, Kohlenhydrate oder Eiweiß aber nur rund 4. Zum anderen aber, weil es sehr viel einfach in das körpereigene Fettgewebe eingebaut wird. Mit Kohlenhydraten hat der Stoffwechsel beim Umwandeln in Fett viel mehr Arbeit- falls es überhaupt so weit kommt. Denn den größten Teil der Kohlenhydrate verbraucht der Körper sofort. Fett sparen ist daher die Devise für ein schlankeres Dasein: 30 bis 40 Gramm pro Tag sollten während der Diät reichen, versteckte Fette in Köse und Kuchen inklusive. Mit 50 Gramm Fett weniger habt ihr schon fast 500 Kilokalorien eingespart. Bei allem, was voller komplexer Kohlenhydrate steckt- wie Vollkornbrot, Teigwaren, Obst, Gemüse, Kartoffeln-, braucht ihr nicht so ängstlich auf die Kalorien zu schielen. Denn diese Lebensmittel füllen den Magen auch besser. Zwei Kartoffeln oder ein halbes Pfund Möhren entsprechen etwa den Kalorien von 2 Esslöffeln Fett für die Salatsauce. Wenn euer individueller Kalorienverbrauch sehr niedrig ist, kommt ihr allerdings ums Kalorienzählen nicht herum. 

 

Formula-Diäten
Auf den ersten Blick die Fertigdrinks und -breis in Dosen und Tüten viel für sich: Sie sind kalorienarm und, was die Nährstoffe angeht, vielseitig zusammengesetzt, bei meist weniger als 1000 Kilokalorien pro Tag ist Abnehmen unausweichlich. Die Risiken: Langfristig kann der schnelle Gewichtsverlust riskant werden, vor allem bei Vorerkrankungen. Nur für deutlich Übergewichtige mit einem BMI über 30 sehen Experten hier einen sonnvollen Einsatz, um anfänglich ein paar Kilos loszuwerden- aber nur unter ärztlicher Betreuung. Und nur als ersten Schritt einer langfristigen Strartegie mit Ernährungs- und Bewegungstraining. 

 

Genuss
Je strenger das Diätregime, desto größer die Versuchung, über die Stränge zu schlagen. Besorgt euch leckere fettarme Rezepte, lernt, bewusst zu genießen und mit Muße zu essen. Auf die Schnelle zwischendurch isst man immer mehr. Ihr musst auch nicht unbedingt abendshungern. Denn fürs Abnehmen ist es egal, wann und wie viel Mahlzeiten ihr verspeist, solange die tägliche Gesamtbilanz in etwa stimmt. Und leistet euch zwischendurch ruhig mal ein Glas Wein, ein Stück Schokolade oder gar ein Festessen. Kulinarische Ausreißer sind kein Rückschlag, sondern nur eine Unterbrechung.

 

Gewicht
Ihr hadert mit eurer Kleidergröße und  hättet gern 40 statt 42? Ob sich Weghungern da lohnt, ist meist eine rein modische Frage. Denn gesundheitlich gesehen lässt es sich mit ein paar Kilo zu viel ganz schön leben, olange man sich körperlich fit hält. Spätestens ab einem BMI von 30 aber wird es ernst (siehe ,,Maße"). Das wären 88 Kilo bei einer Größe von 1,70 Meter. Wer allerdings bereits an Diabetes leidet oder Herz-Kreislauf-Probleme hat, sollte schon deutlich früher, nämlich ab einem BMI von 25 oder 26, aufpassen. Ein kleiner Trost: Mit den Jahren verschieben sich die BMI-Grenzen leicht nach oben, ein paar Pfunde mehr sind dann ganz in Ordnung. 

 

Kalorien
Um 1 Kilo fett loszuwerden, musst ihr etwa 7000 Kilokalorien einsparen. Wie viele Kalorien der Mensch verbraucht, ist individuell verschieden. Männer brauchen mehr als Frauen, Kinder und Jugendliche im Wachstum mehr als Ältere, ein Schreibtischhocker weniger als ein Sportler. Und dann gibt es noch, was die Wissenschaft lange geleugnet hat: gute und schlechte Futterverwerter. Reduziert eure tägliche Kalorienmenge nicht radikal, sonst stellt sich der Körper auf diese vermeintliche Hungersnot ein. Um seine Fettreserven nicht zu sehr anzugreifen, verwendet er diese Kalorien besser als zuvor, und das auch nach Diätende. 250 bis 500 Kilokalorien weniger pro Tag sind zum Abspecken in Ordnung. Unter 1200 Kilokalorien pro Tag sollte man nicht gehen, sonst kommt man nicht zu seinen Nährstoffen.

 

Maße
Um euer Körpergewicht zu beurteilen, ist der Body-Mass-Index (BMI) am besten geeignet: Teilt euer Gewicht in Kilogramm durch ihre Körpergröße in Quadrat. Für eine 1,70 Meter große, 70 Kilogramm schwere Frau sieht die Rechnung so aus: 70:1,70²= 24,2 BMI. Ein Resultat zwischen 20 und 25 signalisiert Normalgewicht, 25 bis 30 mehr oder weniger Übergewicht, über 30 wird's kritisch: Fettleibigkeit (Adipositas) ist im Anzug. Auf Magersucht muss geachtet werden, wenn der BMI unter 18 liegt- bei Models nicht gerade selten. 

 

Psyche
Findet heraus, warum und wann ihr isst: zwanghaft, aus Frust, Stress, Einsamkeit, Langeweile oder weil ihr wirklich Hunger habt. Die Änderung des Essverhaltens ist wichtiger als Kalorienzählen. Ein esstagebuch kann nützlich sein. Manche kommen in der Gruppe leichter von den Pfunden los. Denkt positiv: Jedes Pfund weniger ist ein Meilenstein, jeder Stillstand der Waage nur ein Zwischenspiel.

 

Waage
Sich einmal pro Woche zu wiegen, reicht. Das Gewicht schwankt oohnehin leicht von Tag zu Tag. Es gibt auch Waagen, die den Fettanteil messen. Eine Prüfung der STIFTUNG WARENTEST endet allerdings nicht sehr überzeugend. Denn der angezeigte Fettanteil kann je nach Tageszeit schwanken. Wenn ihr euch aber immer zur selben Zeit wiegt, ergibt das Tendenzen bei der Fettabnahme.

 

Zeit
5 Kilo weniger pro Woche- das ist schon physiologisch nicht möglich. Schnelles Abnehmen ist auch gar nicht gut für die Figur. Je mehr Zeit ihr euh lasst, desto weniger gerät euer Stoffwechsel durcheinander, desto geringer die Gefaht des Jo-Jo-Effekts. Mit Blitzdiäten übers Wochenende mal eben 1 oder 2 Kilo weniger auf der Waage, das sind reine Scheinerfolge, die vor allem auf anfänglichen Wasserverlusten des Körpers beruhen. An den Speck geht es erst nach einigen Tagen. 2 Kilo pro Monatt reichen völlig, selbst die Hälfte ist ein schöner Erfolg. 

 

Picnik-Collage 

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