[Pflege mit Hand und Fuß] »Füße zum Niederknien
Nur Pragmatiker würden die Füße schlicht als Gehwerkzeug bezeichnen. Eigentlich sind sie hochsensible Körperteile, deren Sinnlichkeit es zu entedecken gilt.
AUF RAUBTIERTATZEN
Die Füße, die uns im Laufe unserer Lebens durchschnittlich 160 000 Kilometer weit tragen, in Superform zu bringen lohnt sich. Denn sie sind durch 72 000 Nervenbahnen mit dem Körper verbunden. Jede Stimulierung der sensiblen Sohlen wirkt sich im gesamten Organismus aus. Unsere Vorliebe für zu enge Schuhe und hohe Stilettos (Ihr wisst ja, High Heels strecken nicht nur optisch das Bein, sondern lassen auch de Pomuskel knackiger und höher angesetzt erscheinen) wirkt der natürlichen Fußform entgegen. Je länger man jedoch hoch hinaus und in Sachen Sexappeal zu großem Fuß leben möchte, desto näher rückt die Hölle: Es drohen Hühneraugen, Hammerzehen, Druckstellen, Deformationen und eine verkürzte Achillessehe. Doch nicht genug: Plötzlich schleichen sich noch Krampfadern und Rückenschmerzen hinzu.
DIE GUTEN INS TÖPCHEN
Füße verändern sich mit dem Älterwerden. Wundert euch also nicht, wenn eure Lieblingstiefletten von letztes Jahr nicht mehr passen! Die Aschenputtel-Nummer wäre jetzt ganz verhängnisvoll. Besser ist es, wenn ihr die engen Schuhe durch neue ersetzt; das stellt eine gute Durchblutung der Füße und Beine sicher. Zudem müssen unsere Füße bei jeder Bewegung bis zum Zweifachen des Körpergewichts abfedern. Deshalb solltet ihr diese nicht stiefmütterlich, sondern königlich behandeln!
SCHUBIDU
Weil Füßen schnell langweilig ist, brauchen sie permanent Abwechslung. Tragt also Schuhe mit verschiedenen hohen Absätzen, geht immer mal wieder barfuß und versucht es mit Fußgymnastik, Wechselbädern und einer regelmäßigen Pediküre. All das bringt die Füße auf Trab- und verursacht bei eur einen entspannten Gesichtsausdruck. Wenn der Schuh drückt, sollte man das Problem nicht aussitzen, sondern sofort handeln. Habt ihr keine Zeit füür eine Profimassage, hilft nur das Notfallprogramm: Raus aus den Schuhen und die Füße entlasten. Dazu legt euch auf den Boden, die Beine auf einen Stuhl und mit den Zehen wackeln. Nach fünf bis zehn Minuten aufrecht hinsetzen und die Fußsohlen mit den Daumen in kreisenden Bewegungen massieren. Beginnt bei den Fersen und massiert bis zu den Zehen. Diese zum Abschluss leicht mit Dauen und Zeigefinger ziehen.
BIS DIE SÖCKCHEN QUALMEN
Bei müden und geschwollenen Füßen wirkt ein Fußbad mit energiespender Rosskastanie Wunder. Neue Power bringt auch ein Plastikgel, der die Akupressurpunkte au den Fußsohlen massiert- einfach rollen lassen! Wer genau die Akupressurpunkte finden möchte, sollte die ,,Reflexology Socks" (von Origins) zu Hilfe nehmen. Einfach überziehen und die aduf den Sohlen aufgemalten Punkte mit dem Daumen drücken- nach wenigen Minuten fühlt man sich göttlich entspannt. Für heiße Sohlen- gerne mal ausgelöst durch ein Endlos-Shopping- wird ein Fuß- und Beinspray (z.B. von The Body shop) empfohlen, das man unterwegs auch auf die Strümpfe aufsprühen kann.